Mutter Anna, dir sei Preis – Wiedereröffnung der St. Anna-Kirche

Ein wahrhaft prächtiges Fest war die Wiedereröffnung der Neustädter St. Anna-Kirche am Samstag, 29. Juli 2017, zu der die Pfarrei St. Laurentius den Regensburger Diözesanbischof Rudolf Voderholzer begrüßen durfte. Die Freude über den wiederholten Besuch des Bischofs brachte Stadtpfarrer Johannes Hofmann bei seinen Willkommensworten zum Ausdruck. Das große Interesse des Bischofs an Gotteshäusern, in denen gebetet und Gottesdienst gefeiert werde, ließ ihn in die Pfarrei St. Laurentius kommen und über das nun innen umfassend restaurierte Neustädter „Schmuckkästchen“ staunen.
Begleitet von den Fahnen und Bannern der kirchlichen Vereine mit ihren Mitgliedern und Verantwortlichen der Stadt und der Pfarrgemeinde war der Bischof in einem festlichen Zug vom Pfarrhaus nach St. Anna geleitet worden.


Kammerchor St. Laurentius unter der Leitung von Reinhold Furtmeier und ein Bläserensemble gestalteten zusammen mit Lektoren und Kantoren die festliche Liturgie. Die musikalische Gesamtleitung an diesem Nachmittag hatte Regionalkantor Joachim Schreiber inne, der nach dem Gottesdienst beim Festakt im Pfarrheim am Klavier zusammen mit Anna Schaller an der Posaune musizierte.
Viele Gläubige waren gekommen, unter ihnen Bewohner des Altenheims St. Josef und viele Mitarbeiterinnen aus den Kindergärten und –krippen, um zusammen mit dem Bischof Eucharistie zu feiern. Der Bischof segnete den neuen Ambo und überreichte dann das Lektionar an Gemeindereferentin Maria Ganslmeier, die die erste Lesung vortrug. Kaplan Maximilian Roeb verkündete das Evangelium des Sonntags. Ausgehend vom Festgeheimnis der heiligen Mutter Anna und des Heiligen Joachim, der Eltern der Gottesmutter Maria und der Großeltern des Jesuskindes, die auf dem Hochaltarbild der Anna-Kirche dargestellt sind, ermuntere Bischof Rudolf im Blick auf das Evangelium vom Schatz im Acker und die kostbaren Perle, den Glauben als wirklichen Schatz für das eigene Leben zu entdecken. In einer Zeit, wo der Mensch durch vieles abgelenkt und vom Wesentlichen ferngehalten werde, machte er Mut, der Beziehung zu Christus nichts vorzuziehen. Darum begann an diesem Nachmittag die Feier des Sonntags bewusst auch mit dem Läuten der Glocken der Stadtpfarrkirche, das den Beginn des ersten Tages der Woche markierte.
Der Bischof ging in seiner Predigt auf die Besonderheit ein, dass die St. Anna-Kirche direkt an das Rathaus angebaut ist und man durch eine Tür auf der Empore eine direkte Verbindung von einem Ort zum anderen habe. Er dankte für das gute und vertrauensvolle Miteinander von Stadt und Pfarrgemeinde und bat, diese Beziehung auch weiterhin zu pflegen. Aus der ersten Lesung aus dem Buch der Könige empfahl er allen in der Politik und im öffentlichen Leben Tätigen, sich der Bitte des Königs Salomo anzuschließen und Gott um ein hörendes Herz zu bitten. Diese Gabe sei entscheidend für das Gelingen eines verantwortungsvollen Amtes.
Zum Festgottesdienst waren Landrat Martin Neumeyer und die Bürgermeister Thomas Reimer, Johann Weber und Bernhard Rieger mit weiteren Kreis- und Stadträten sowie Vertretern der Banken und der ausführenden Firmen gekommen.










Nach dem Gottesdienst gab es eine frohe und unbeschwerte Begegnung bei Kaffee und Kuchen im Pfarrheim. Kirchenpfleger Kurt Schiebrowski dankte dabei für die gute Zusammenarbeit mit der Architektin und den ausführenden Firmen, sowie der Bischöflichen Finanzkammer als größtem Zuschussgeber und dem Bischöflichen Baureferat für die ausgezeichnete Kooperation und alle Unterstützung. Auch die Stadt Neustadt beteiligt sich mit 10 Prozent an den Kosten der Restaurierung.
Architektin Melanie Scheugenpflug ließ die vergangenen Monate seit Juni 2016 Revue passieren und bedankte sich beim Bauherrn, Stadtpfarrer Msgr. Johannes Hofmann, Kirchenpfleger Kurt Schiebrowski und bei Pfarrsekretärin Gerina Leipert für das gegenseitige Vertrauen und die stete Kooperation, den Firmen dankte sie für das Hand in Hand arbeiten. Zum Schluss gratulierte Erster Bürgermeister Thomas Reimer der Pfarrei und der Stadt zum gelungenen Werk.
 

Der Festtag klang aus mit einer Kirchenführung von Restaurator Dietmar Feldmann, der beim Restaurieren der Altäre manch Neues entdeckt hatte und nun zum Besten gab, und einem gemeinsam gesungenen Abendgebet.


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