Patrozinium 2017
Aus der MZ vom 19.08.2017

Auch bei „Gegenwind“ zum Glauben stehen

Am Laurentiustag erinnerte die Pfarrei St. Laurentius in Neustadt wieder an das Schicksal des Märtyrers.

Neustadt. Nur 14 Tage nach der feierlichen Eröffnung der St. Anna-Kirche konnte die Pfarrei St. Laurentius wieder ein besonderes Fest feiern, dieses Mal das Patrozinium der Stadtpfarrkirche, die dem Heiligen Diakon und Märtyrer Laurentius geweiht ist. Dazu begrüßte Stadtpfarrer Monsignore Johannes Hofmann den Regensburger Weihbischof Dr. Josef Graf, der sich sichtlich freute, in Neustadt Gast sein zu können.
Mit dem kirchlichen Würdenträger feierten viele Gäste von auswärts und Mitglieder der Pfarrgemeinden St. Laurentius und St. Vitus. Unter den Mitfeiernden waren MdB Florian Oßner, Bezirksrätin Hannelore Langwieser sowie 1. Bürgermeister Thomas Reimer und 3. Bürgermeister Bernhard Rieger. Auch aus den angrenzenden Gemeinden waren Verantwortliche aus der Kommunalpolitik gekommen, ebenso Vertreter der örtlichen Banken. Eine große Abordnung aus Velburg machte Schwester Maria Regis die Aufwartung, die bis 2014 im Oberpfälzer Jura tätig war.

In der Predigt von Weihbischof Graf waren „Zeugen gesucht“. Er schilderte die Lebensgeschichte des Heiligen Laurentius, der durch sein treues Bekenntnis zu Christus und sein Einstehen für die Armen im Jahr 258 in Rom den Martertod erleiden musste. Auch wenn man in unserer Demokratie seine Überzeugungen frei leben und nicht wegen seines Glaubens verfolgt würde, so gäbe es doch vielerorts Situationen, wo Christen auch heute belächelt und verhöhnt würden, erinnerte der Geistliche. Außerdem seien noch nie so viele Christen auf der Welt verfolgt worden wie in unserer Zeit. Weihbischof Graf empfahl, trotz „Gegenwind“ in dieser Zeit für den Glauben einzustehen. Christus brauche auch heute mutige Zeugen.
Musikalisch wurde die festliche Eucharistiefeier von Kammerchor und Kammerorchester St. Laurentius unter der souveränen Leitung von Reinhold Furtmeier gestaltet. Zur Aufführung kamen die „Spatzenmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart sowie das „Jesus bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach und das zeitgenössische „Laudate dominum“ von Knut Nystedt. An der Orgel spielte in bewährter Weise Regionalkantor Joachim Schreiber. Foto: zpi





  Bilder:  Schott

Nach der Eucharistiefeier traf sich die feiernde Menge im Pfarrheimgarten zum Frühschoppen. Fleißige Helfer von Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Katholischem Frauenbund sorgten sich wie immer um das leibliche Wohl der Gäste, die in froher Runde zusammensaßen und bei inzwischen gutem Wetter die schöne Atmosphäre im Garten des Pfarrheims genossen. Musikalische Klänge zur Unterhaltung gab es von der Gruppe „de Dry“. Am Nachmittag kam die Gemeinde noch einmal zur Feier der Vesper in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius zusammen. (zpi)








Bilder: Ganslmeier

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