Priesterweihe Steffen Brinkmann


Aus dem Bericht der MZ vom  10.07.2013

Am 29.06.2013 wurden  im Hohen Dom St. Peter zu Regensburg zwölf junge Männer zu Priestern geweiht.
Unter ihnen befand sich auch Stefan Brinkmann, der  Jahrespraktikant der Pfarrei St. Laurentius in Neustadt an der Donau.

Brinkmann stammt aus Paderborn in Ostwestfalen und hat Theologie studiert. 2008-2009 hat er auch zwei Semester an der Universität Regensburg studiert, hat sich hier in Bayern wohl gefühlt  und sich entschlossen, nach dem Studium in das Priesterseminar in Regensburg einzutreten.

Pfarrei erlebte ein großes Fest


Für St. Laurentius in Neustadt war es ein besonderer Tag: Neupriester Steffen Brinkmann spendete bei der Feier seiner Nachprimiz den Primizsegen.
 

In der Neustädter Pfarrkirche St. Laurentius wurde die Nachprimiz des Neupriesters Steffen Brinkmann gefeiert: von links Diakon Bernhard Mallmann, Pater Joseph Kokkoth, Monsignore Johannes Hofmann, Neupriester Steffen Brinkmann, Kaplan Wilhelm J. Karsten, BGR Harald Kamhuber und Kaplan Dirk Josef Rolland Foto: zpi

Neustadt. Es war einer der Höhepunkte dieses Jahres in der Pfarrei St. Laurentius und ein Höhepunkt im Leben von Steffen Brinkmann. Der war unlängst als Jahrespraktikant in der Neustädter Pfarrei im Einsatz. An diesem Wochenende spendete er den Gläubigen den Segen – einen ganz besonderen noch dazu. Es war Brinkmanns Primizsegen. Er war wenige Tage zuvor im Hohen Dom St. Peter in Regensburg am Hochfest der Apostelfürsten Petrus und Paulus zum Priester geweiht worden. Für den jungen Geistlichen vollendete sich damit ein Weg, der vor 30 Jahren mit der Taufe und der Aufnahme in die christliche Gemeinschaft begonnen hatte.

Viele Gläubige füllten die St. Laurentius-Kirche beim Festgottesdienst am Sonntagabend. Steffen Brinkmann stellte in seiner Predigt die Themen „Gott will, dass alle Menschen gerettet werden“ und „Mit Christus Brücken bauen“ in den Vordergrund seiner Predigt. Er bedankte sich bei all jenen, die ihn in seiner Zeit in Neustadt unterstützt haben, besonders bei Monsignore Johannes Hofmann. „Ich bin voller Freude über die vielen netten Menschen in der Pfarrei St. Laurentius und St. Vitus, zu denen ich viele gute Erinnerung behalten werde“, sagte Steffen Brinkmann. Ein Höhepunkt des Gottesdienstes: Der Neupriester spendete den Gläubigen den Primizsegen.

Beim Gottesdienst konzelebrierten auch zwei frühere Neustädter: Bernghard Mallmann, im vorigen Jahr in Rom zum Priester geweiht und vordem Jahrespraktikant in St. Laurentius, nahm ebenso an dem Fest teil wie Dirk Josef Rolland. Er war einst Jahrespraktikant in Neustadt, ehe er Kaplan wurde und anschließend zur Pfarrei Maria Immaculata in Mainburg wechselte.

Stadtpfarrer Monsignore Johannes Hofmann dankte dem Neupriester für sein Engagement während seines Praktikums in Neustadt. „Es war eine schöne Zeit“, betonte Hofmann und erinnerte an die gemeinsame Arbeit wie den Unterricht in der Schule, Taufvorbereitungen und die seelsorgerliche Arbeit. Besonders dürfte Steffen Brinkmann jedoch aus einem anderen Grund in Erinnerung bleiben. „Er war ein Frühaufsteher“, sagte Hofmann. „Er kümmerte sich auch um das Frühstück.“ Für die Musik sorgten bei der Nachprimiz neben dem Kammerchor und dem Kammerorchester St. Laurentius Regionalkantor Willibald Kerschensteiner, der die Orgelmesse von Josef Haydn spielte.

Fest im Pfarrheim
Eine feierliche Begegnung im Pfarrheim der Gemeinde schloss sich an den Gottesdienst an. Bürgermeister Thomas Reimer schloss sich den zahlreichen Wünschen an. Er wünschte dem Neupriester insbesondere Geduld. Reimer erläuterte, im Leben es notwendig, Geduld mit den Weggefährten zu haben, „auch wenn man die manchmal erst überzeugen muss, dass sie einem folgen. Geduld müsse man aber auch mit den Menschen haben, die einem anvertraut sind und mit sich selber. Wer die Geduld verliert“, zitierte Reimer den Hl. Augustinus, „verliert auch die Kraft.“
Die Feier der Nachprimiz ist für die kath0lischen Christen in Neustadt ein besonderes kirchliches Fest. Seit 1997 ist die Pfarrei St. Laurentius auch für die Ausbildung von Praktikanten zuständig. Ein Jahr lang wohnen und leben die Studenten in Neustadt. Im Pfarrhof ist für sie ein eigenes Zimmer eingerichtet. Sie nehmen aktiv Teil am Leben in der Pfarrei.

Erst vor gut einem halben Jahr war Steffen Brinkmann mit elf weiteren Kandidaten in der Pfarrkirche St. Josef in Weiden von Weihbischof Reinhard Pappenberger zum Diakon geweiht worden. Bereits dies war für die Pfarrgemeinde in Neustadt ein wichtiger Akt. Monsignore Johannes Hofmann stellte damals fest: „In diesen Tagen wollen wir den künftigen Diakon und seine Kurskollegen im Gebet begleiten, dass Gottes guter Geist sie reich beschenke und sie mit Freude, Begeisterung und Demut ihren Dienst antreten können.“ Ein Bus wurde seinerzeit eingesetzt, um Mitglieder der Pfarrei St. Laurentius den Besuch der Diakonenweihe in der Oberpfalz zu ermöglichen.
Sieben Monate später waren die Mitglieder der Praktikumspfarrei Neustadt wieder unterwegs, als Steffen Brinkmann in der Regensburger Pfarrkirche St. Vitus Primiz feierte. Hier hatte Brinkmann 2011/12 praktiziert. 20 Geistliche, die den 30-Jährigen bisher begleitet hatten (darunter auch Monsignore Hofmann), feierten mit, dazu Bundesbrüder aus der Studentenverbindung Rupertia.

„Ein großes Erlebnis“
Besonderen Glanz erfuhr dieser Tag durch die Mitfeier von Prinzessin Gloria von Thurn und Taxis. Selbstverständlich waren auch die Familie und Bekannten Brinkmanns aus dessen Heimatstadt Paderborn (Ostwestfalen) dabei. Regensburgs Stadtdekan Alois Möstl hieß sie willkommen. Ebenso feierten Graf und Gräfin von und zu Lerchenfeld die Primizmesse mit. Der Graf ist Vorsitzender des höchsten Laiengremiums der Diözese.
Und über die Priesterweihe tags zuvor im Regensburger Dom sagte Monsignore Johannes Hofmann; „Sie war auch heuer wieder ein großes Erlebnis. Viele Mitfeiernde, vor allem aus den Heimat- und Praktikumspfarreien der Neupriester feierten den festlichen Pontifikalgottesdienst mit. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer freute sich über die apostolische Zahl 12 der Weihekandidaten.“ Für den Neupriester geht der Weg weiter. Zum 1. September wird Steffen Brinkmann Kaplan in St. Johannes in Dingolfing.
(jd, zfi)


Bilder von der Feier im Pfarrheim

Fotos: Kokkoth


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