Bericht der MZ vom 05. Mai 2014

Auszeichnung für zwei wichtige Stützen

Rosina Rainer und Anna Probst erhielten in Neustadt von Kelheims Landrat Dr. Hubert Faltermeier
das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten.



Von Wolfgang Abeltshauser, MZ

NEUSTADT.  Am liebsten würden Rosina Rainer und Anna Probst kein großes Aufheben um sich selber machen. So sagen es Weggefährten der beiden Frauen. Seit Jahrzehnten helfen sie mit, dass das Leben in der Pfarrei Neustadt vorankommt. Und deshalb standen sie am Sonntagabend dann doch im Mittelpunkt. Denn für ihren großen ehrenamtlichen Einsatz überreichte ihnen Landrat Dr. Hubert Faltermeier im Rahmen einer kleinen Feierstunde das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten. „Was wären all die Einrichtungen, wenn es die Ehrenamtlichen nicht gäbe?“, fragte er in die Runde.

Die Ausführungen des Landrats zeigten, wie umfangreich das Wirken der beiden Frauen in Neustadt ist: Rosina Rainer war 1998 bis 2010 Mitglied im Pfarrgemeinderat. Sie half mit, den Besuchsdienst aufzubauen und ist dabei für Stadtpfarrer Johannes Hofmann immer noch eine große Stütze. Einmal im Monat organisiert sie gemeinsam mit weiteren Frauen das Seniorenfrühstück im Pfarrheim. Sie hilft mit bei Geburtstagsfeiern und beim Erstellen des Pfarrbriefs. Außerdem hilft sie täglich im Pfarrbüro mit. Auf ihre Hilfe zählen können darüber hinaus die Organisatoren der Caritassammlung und der Veranstaltungen des Frauenbundes.

Anna Probst ist seit über einem Vierteljahrhundert Mitglied der Neustädter Kirchenverwaltung. In Faltermeiers Augen ein wichtiger Posten. Immerhin habe das Gremium die Finanzen in seiner Hand, kümmere sich um Sanierungen der Gotteshäuser. Seit Jahrzehnten ist sie bei der Caritas-Haussammlung mit dabei.

Die besondere Liebe von Anna Probst gehört der Musik. Sie ist seit dessen Gründung Mitglied im Kammerchor St. Laurentius, sie singt ferner im Kirchenchor mit. Wie auf Rosina Rainer kann sich der Frauenbund auch auf Anna Probst verlassen. Zwölf Jahre war sie Mitglied im Führungsgremium, hat derzeit den Posten der Kassenprüferin inne. Bei vielen Aktionen des Frauenbundes ist sie mit dabei. Beide Frauen haben stets ein Auge auf die Pfarrkirche, helfen mit, wenn es darum geht, das Gotteshaus zu reinigen und zu schmücken.


„Macht weiter, ich brauche Euch“, rief Stadtpfarrer Monsignore Johannes Hofmann den beiden zu. Der Geistliche bezeichnete Rosina Rainer und Anna Probst als Vorbilder für die noch etwas jüngere Generation in der Pfarrgemeinde St. Laurentius. „Sie gehören zu den Perlen unserer Pfarrei“, lobte der Pfarrer die beiden Frauen. „Sie sind uneigennützig, helfen wo sie können und sind immer zur Stelle, wenn man sie braucht.“ Hofmann lobt auch die Zusammenarbeit mit Rainer und Probst zwischenmenschlichen Bereich. „Das klappt wunderbar“, sagt er, „und das, obwohl die beiden Damen ja eher in der zweiten Reihe aktiv sind.“

Bürgermeister Thomas Reimer stellte fest: Ehrenamtliches Engagement ist wichtig für die Gesellschaft. Er lobte die Beschiedenheit der beiden Frauen, die in seinen Augen beispielgebend sind für die Stadt.




Die Ehrung fand am Abend des Weissen Sonntag nach der Eucharistiefeier im Pfarrheim statt. Bastian Fuchs, Student an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikerziehung in Regensburg, der schon beim Gottesdienst Orgel gespielt hatte, umrahmte den Festabend musikalisch am Klavier. Pfarrsekretärin Gerina Leipert und ihr Team sorgten mit Getränken und kleinen Snacks für das leibliche Wohl.

Fotos: Hans Pirthauer

Ehrenzeichen für Rosina Rainer
Ehrenzeichen für Anna Probst


Bürgermeister Thomas Reimer, Anna Probst, Landrat Dr. Hubert Faltermeier, Rosina Rainer und Pfarrer Johannes Hofmann

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten wird seit 1994 als ehrende Anerkennung für langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit verliehen. Es erhalten Personen, die sich durch aktive Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen hervorragende Verdienste erworben haben. Die Verdienste sollen vorrangig im örtlichen Bereich erbracht worden sein und in der Regel mindestens 15 Jahre umfassen.

Das Ehrenzeichen wird vom Ministerpräsidenten verliehen. Vorschlagsberechtigt sind die Mitglieder der Staatsregierung, die Regierungspräsidenten, Landräte und die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte.


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