Msgr. Johannes Hofmann feiert 25-jähriges Priesterjubiläum


Aus dem Bericht der MZ vom 01.07.2014


Ein Geistlicher, bei dem sich Glaube und Musik vereinen

KIRCHE Am Johannistag vor 25 Jahren wurde Johannes Hofmann im Regensburger Dom zum Priester geweiht.
Für ihn war dies kein Zufall, sondern Bestimmung.

 VON JOCHEN DANNENBERG

NEUSTADT. Die Glocken der Pfarrkirche St. Laurentius läuten zum Gottesdienst. Sie läuten länger – für einen Werktag sogar ungewöhnlich lang – und feierlicher als sonst zum Gottesdienst. Das katholische Gotteshaus ist gut besucht, auch einige evangelische Christen sind da. In den Bänken liegt das neue Gotteslob aus. Pfarrer Monsignore Johannes Hofmann, begleitet von Bischöflich Geistlichem Rat Harald Kamhuber, Jahrespraktikant Adam Karolczak, Pfarrvikar Joseph und die Ministranten schreiten zum Altar. Die Gemeinde stimmt mit fester Stimme das Lied Nummer 542 „Ihr Freunde Gottes allzugleich, verherrlicht hoch im Himmelreich" an. Pfarrer Hofmann erinnert die Gläubigen an das besondere dieses Tages: „Ein halbes Jahr vor Weihnachten feiert die Kirche Johannes den Täufer, dessen Aufgabe es war, dem Herrn den Weg zu bereiten."

Weihe im Regensburger Dom
Damit hat Hofmann gesagt, um was es in diesem Gottesdienst geht: Er wird an diesem 24. Juni viel über Johannes den Täufer sprechen. Dennoch geht es an diesem Tag aber immer auch um ein Jubiläum, sein Jubiläum – den Jahrestag der Weihe von Johannes Hofmann zum Priester. War es Zufall oder Bestimmung? Am 24. Juni 1989, dem Hochfest der Geburt Johannes' des Täufers, wurde er im Regensburger Dom St. Peter zu Regensburg durch Bischof. Manfred Müller zum Priester geweiht. Für Johannes Hofmann ist die Antwort klar. So wie er von seinen Eltern den Namen Johannes erhielt, war es für ihn vorbestimmt, dass er Priester werden würde. Nichtsdestotrotz wird der Regionaldekan am Tag seines Silbernen Priesterjubiläums vor allem über Johannes den Täufer sprechen. Wer genau hinhört, erfährt viel über den Neustädter Pfarrer, sein Verständnis von Kirche und seine Aufgabe als Seelsorger.

„Priester ist man nicht für sich. Gott stellt den Priester mitten hinein zu den Menschen. Ich bin dankbar, dass ich seit 19 Jahren hier in Neustadt ihr Pfarrer sein darf und seit 2007 auch für die Pfarrei Mühlhausen", sind denn auch die einzigen Sätze, die der Geistliche an diesem Tag in diesem Gottesdienst über sich sagt. Mehr spricht er über den Heiligen. Hofmann erinnert an dessen Geburt. „Es war deutlich, dass die Hand des Herrn mit ihm war und alle fragten sich, was aus ihm werden sollte." Eine Antwort dazu gibt das Buch Jesaja, aus dem während der Eucharistiefeier gelesen wird: „Der Herr hat mich schon im Mutterleib berufen. Er sagte zu mir, du bist mein Knecht." Der Gottesdienst am Abend dieses Johannistages dauert länger als sonst. Dabei gibt es keine Predigt. Dafür wird viel gesungen. Sogar das Glaubensbekenntnis.

Feier im Garten des Pfarrhofs
Es vereinigt, was Kirche sein kann –Glauben und Kultur, in diesem Fall Glauben durch Musik. Monsignore Johannes Hofmann gefällt das. Er liebt Musik. Sie ist seine Leidenschaft. Früher hat er deshalb auch Kurse belegt, um sich weiterzubilden und noch heute prägt ihn eine tiefe Freundschaft zu Professor Josef Kohlhäufl, ehemaliger Diözesanmusikdirektor und Stiftskapellmeister. Die Liebe hat auch dazu geführt, dass er einst die neue Orgel in der Pfarrkirche durchgesetzt hat. An diesem Abend spielt Gregor Mooser, Student an der Kirchenmusikhochschule in Regensburg, die Orgel und singt dazu. Allein seine Improvisationen sind den Besuch in der Kirche wert.

Anschließend, im schönen Garten des Pfarrhofs, abgeschirmt von der Straße durch hohe Mauern, geht es mit der Feier weiter. Es gibt Schnittchen und Sekt. Alte und junge Leute gratulieren dem Pfarrer zu seinem Jubiläum. Er nimmt dankbar die Glückwünsche der Besucher entgegen und amüsiert sich über sich selbst. „Das war heute die längste Werktagsmesse seit vielen Jahren", schmunzelt er, hebt das Sektglas und sagt: „Ich bin dankbar dafür, dass ich am Tag des heiligen Johannes zum Priester geweiht worden bin." Seine Eltern, die ihm einst den Namen gegeben haben, sind zu diesem Zeitpunkt längst auf dem Weg nach Hause.

FEIER AM SONNTAG
Zusammen mit den Pfarrgemeinden St. Laurentius und St. Vitus wird es anlässlich des Silbernen Priesterjubiläumsam Sonntag, 6. Juli, um 17 Uhr eine feierliche Eucharistiefeier in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Neustadt geben.

Der Kammerchor St. Laurentius wird bei der Eucharistiefeier am Sonntag zusammen mit Instrumentalisten musizieren.
 
Bilder vom 24. Juni 2014 - Gottesdienst  und Umtrunk im Pfarrhofgarten






Aus dem Bericht der MZ vom 08.07.2014

Neustädter feiern ein Fest des Glaubens

KIRCHE Vor 25 Jahren wurde Regionaldekan Monsignore Johannes Hofmann zum Priester geweiht. Zu seinem Jubiläum bekam er viel Lob – auch aus der Politik.

 VON JOCHEN DANNENBERG

NEUSTADT. Mehrere hundert Bürger, Verwandte und Freunde sowie 20 Vereine und 18 Geistliche feierten am Sonntag mit Regionaldekan Monsignore Johannes Hofmann das Silberne Priesterjubiläum des Geistlichen in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius. Die Predigt hielt Kaplan Bernard Mallmann, ehemaliger Jahrespraktikant der Pfarrei St. Laurentius, in der Hofmann seit 19 Jahren wirkt. Mallmann betonte: „Der Auftrag des Priesters ist, dass er jedem sagt, dass Gott uns alle ruft.“ Gott schenke den Menschen, was sie zum Leben brauchen. Zugleich sei der Priester ein „Diener der Freude“. Priester zu sein, heiße Freund Christi zu sein. Der Priester weise insofern als Diener der Freude immer über sich selbst hinaus.

Liebe und Freude
Damit grenzte Kaplan Mallmann die Botschaft Christi von der Lehre des Philosophen Friedrich Wilhelm Nietzsche ab. Nietzsche suchte die Freude ohne Gott, von dem er sagte: „Gott ist tot.“ Wenn aber Gott tot sei, folgerte Mallmann, sei auch der Mensch tot. Es bliebe Trostlosigkeit. Religionskritiker wie Nietzsche, aber auch Ludwig Feuerbach und Karl Marx, würden dabei übersehen, „Liebe und Freude kann man nicht selbst machen, man kann sie nur empfangen“. Und deshalb, so der Kaplan mit Bezug auf Monsignore Hofmann und dessen Priesterjubiläum, „danken wir Dir, dass Du Dich dieser Freude verschrieben hast und Gott bezeugst und diese Freude weiterschenkst“.

Hofmann erinnerte in der Eucharistiefeier an die gemeinsame Berufung der Christen, die mit der Taufe in die Menschen gelegt werde. Der Regionaldekan sagte: „Unter den Mitfeiernden sind meine Eltern. Sie haben mich am 28. Dezember 1964, wenige Tage nach meiner Geburt, zur Taufe getragen. Sie haben mit der Taufe ihres Kindes grundgelegt, was sich ein Leben lang entfalten soll – das Leben der Gnade. Das verbindet uns alle: Am Anfang waren es gute Menschen, die uns zur Taufe getragen haben. Und dahinter steckt der Herrgott, der uns braucht und als sein geheiligtes Volk haben will. Das ist großartig. Das ist wahrhaft ein Grund zu feiern. Und das tun wir jetzt.“
So wurde denn das Silberne Priesterjubiläum, das mit einem Kirchenzug der Vereine bei strahlendem Sonnenschein begonnen wurde, ein Fest des Glaubens. An dem Gottesdienst nahmen auch Weggefährten und Begleiter des Pfarrers aus seinen früheren Dienststellen in Sulzbach-Rosenberg, Straubing und Amberg teil, dazu Angehörige und Verwandte sowie Gäste aus der Heimatpfarrei Eichlberg und eine Reihe Geistlicher, unten ihnen auch ehemalige Mitarbeiter der Pfarrgemeinde St. Laurentius.

Zahlreiche Gäste
Unter den Gästen waren ferner Generalvikar Michael Fuchs und der Abt von Weltenburg, Caritasdirektor Dr. Roland Batz, Staatssekretär Albert Füracker vom Ministerium für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, Neustadts Bürgermeister Thomas Reimer, Hans Weber und Bernhard Rieger sowie die Landtagsabgeordneten Johanna Werner-Muggendorfer und Martin Neumeyer.

Der Kammerchor St. Laurentius sang die Missa brevis in B-Dur KV 275s von Wolfgang Amadeus Mozart und das „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die Kollekte des Festgottesdienstes war für die Arbeit von Schwester Hilbalda Ferch in Südafrika und das Altenheim St. Josef bestimmt.

In mehreren Grußworten wurde Hofmanns Wirken in Neustadt während des äußerst gut besuchten Gottesdienstes übereinstimmend gelobt. Brigitte Kirchhammer, Sprecherin des Pfarrgemeinderates der Pfarrei St. Laurentius, verglich die Arbeit des Priesters mit der eines Busfahrers. Beide könnten sich nicht aussuchen, wer bei ihnen zusteige. Sie müssten jedoch auf die unterschiedlichsten Personen gleichermaßen eingehen. Staatssekretär Albert Füracker sagte: „Wir schätzen an Dir auch Deine musikalischen Fähigkeiten und dass Du andere Menschen begeistern kannst.“ MdL Johanna Werner-Muggendorfer attestierte: „Du hast vieles für die Gemeinde getan und Deine Spuren hinterlassen.“ MdL Martin Neumeyer meinte: „Sie spielen in der ersten Liga der Kirche.“

Nach der gut zweistündigen Eucharistiefeier trafen sich die Mitfeiernden des Gottesdienstes zur Begegnung am Pfarrheim und auf der Pfarrstraße. Neben kühlen Getränken gab es Leberkäse mit Kartoffelsalat.

Bilder vom 6. Juli 2014 - Gottesdienst  und Begegnung im und um das Pfarrheim





















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