Ostern 2016

Mit dem Palmsonntag (lateinisch dies florum, dies palmarum) beginnt die Karwoche. An diesem Sonntag wird besonders des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht: Palmen (in unseren Breiten in der Regel Buchsbaum) werden gesegnet. In einer feierlichen Prozession wird das Kreuz (Jesus) in die Kirche hineingetragen, begleitet von Messdienern und Kindern, die in ihren Händen die frisch geweihten Buchsbaumwedel tragen. Im Anschluss an den Gottesdienst nehmen die Gläubigen "Palmzweige" mit nach Hause und stecken sie hinter die im Haus befindlichen Kreuze oder auch Weihwasserkessel.




    Weihe der Palmbuschen und Einzug in die Stadtpfarrkirche St. Lautentius.

Der Gründonnerstag erinnert an den Tag des Abendmahls vor dem Todestag Jesu. Dieses Abendmahl am Vorabend des Karfreitag nahm Jesus mit seinen engsten Vertrauten, den zwölf Jüngern ein. Das Abendmahl bedeutet Abschied von Jesus nehmen, gleichzeitig aber auch ein Anfang für den christlichen Glauben. Denn in Form von Brot und Wein wurde Jesus selbst angenommen und um Vergebung der Schuld gebeten.
Der Gründonnerstag ist liturgisch ausgezeichnet durch die Wiederannahme der Büßer (Absolution), durch die Weihe des hl. Öles (Chrisma, Myron) sowie durch die Fußwaschung.

Am Karfreitag werden heute noch verschiedene Brauchtümer gepflegt: Christen essen am Karfreitag Fisch, weil der Fisch eines der ältesten Symbole ist, mit dem sie sich zu erkennen geben. Das Wort "Fisch" heißt auf griechisch "Ichthys". Das sind die Anfangsbuchstaben von "Iesos Christos Theou Yios Soter". Auf deutsch: "Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter". Darüber hinaus ist es christliche Tradition, dass an Fasttagen generell auf Fleisch "der Tiere des Himmels und der Erde" verzichtet wird. Nach christlicher Tradition verzichtet man an Freitagen - in Erinnerung an den Karfreitag - auf teueres Fleisch und isst stattdessen Fisch. Christen gedenken am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu. Dieser Tag dient der Besinnung auf die Leiden Christi am Kreuz.

Osternacht
Dieser Tag der Depression besiegelte bei vielen Menschen den Glauben an einen neuen Anfang. Symbolisch kann man für den Karsamstag sagen, daß trotz der hoffnungslosen Lage das Leben weitergeht und bessere Tage folgen, wie die Auferstehung Jesu deutlich macht.
Erst in der Nacht zum ersten Ostertag oder sogar in der Frühe des Ostermorgens kommen die Christen zur Feier der Auferstehung zusammen, verbunden mit der Weihung des Osterwasser, des Osterfeuer und der Osterkerze. Die Glocken, die sich am Gründonnerstag mit vollem Geläute nach dem Abendmahls- Gottesdienst verabschiedet hatten, kehren am Karsamstag beim Gloria in der hl. Osternacht wieder mit vollem Klang zurück.




 Feuerweihe, Weihe der Osterkerze, Taufe mit dem geweihtem Wasser, Osterbrote vor dem Altar, Kreuz mit Osterkerze.


OSTERKERZE 2016
Jedes Jahr freuen wir uns über die Osterkerze aus köstlichem Bienenwachs. Worte der Liturgie vergleichen die Osterkerze mit der Feuersäule, die dem Volk Israel auf dem Weg durch die Wüste vorauszog. Darüber hinaus wird gesagt, dass die Kerze Christus als Auferstandenen darstellt und deshalb mit den roten Nägeln von den Wunden des Erlösungswerkes vom Priester gekennzeichnet wird.

Ein in die Kerze geritztes und durch Malerei betontes Kreuz treibt Blüten hervor und ist das Hoheitszeichen des Menschensohnes.
Ihn beauftragt Gott der Vater mit dem Richteramt am Ende der Tage.
Aktuell ist dieses Kreuz auch unser aller Schicksal, das wir Christen als Gottes Fügung annehmen, gesetzt zwischen Alpha und Omega, zwischen Anfang und Ende. Deshalb steht auch geschrieben „2016“, die Zahl des laufenden Jahres in kobaltblauer Himmelsfarbe. Ihre letzte Ziffer hängt an einem Stern, den das Exsultet-Lied auf Christus deutet, der als wahrer Morgenstern „in Ewigkeit nicht untergeht“.

Prof. Franz Bernhard Weißhaar

 
Ostermontag


Ein alter Brauch am Ostermontag ist der sogenannte "Emmausgang" oder "Emmaus Osterspaziergang" zur Erinnerung an den Gang der beiden Jünger Christi von Jerusalem nach Emmaus.

Nachdem das Grab Jesus` leer aufgefunden wurde, machten sich zwei seiner Jünger auf den Weg nach Emmaus, auf dem sie Jesus trafen, ihn aber nicht erkannten. Erst als sie an ihrem Zielort angelangt waren und Jesus mit ihnen beim Abendmahl das Brot brach, erkannten sie ihn.

Die Bilder zeigen den Emmaus-Gang von der Stadtpfarrkirche zur Filialkirche "Zu unserer Lieben Frau" in Marching
 

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